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Fronten und Störungen
Hochs, Tiefs und Fronten.
Hochs und Tiefs
Auf einer Wetterkarte kommen zwei Wörter immer wieder: Hoch und Tief. Das sind die beiden großen Akteure unseres Wetters.
Das Hoch: das schöne Wetter
Ein Hoch ist eine Zone hohen Drucks. Die Luft sinkt dort sanft ab, was die Wolkenbildung verhindert. Ergebnis: ruhiges Wetter, oft klarer Himmel, wenig Wind. Im Winter kann es auch Kälte, Nebel und hartnäckiges Grau bringen.
Das Tief: das schlechte Wetter
Ein Tief ist eine Zone niedrigen Drucks. Die Luft steigt dort auf, kühlt ab und bildet Wolken: es ist das Reich der Störungen, des Regens und des Windes. Die meisten unserer Regenperioden kommen von Tiefs, die vom Atlantik herankommen.
💡 Hoher Druck ist schön und ruhig. Niedriger Druck ist bewölkt und unruhig. Das Barometer, das steigt oder fällt, kündigt oft den Wechsel an.
Die Fronten
Innerhalb eines Tiefs treffen die warme und die kalte Luft entlang von Zonen aufeinander, die Fronten heißen. Sie bringen die Wolken und den Regen.
Die Warmfront
Die Warmfront ist warme Luft, die vorrückt und über die kalte Luft gleitet. Sie bringt zuerst hohe Cirrus, dann einen Schleier, der dichter wird und sinkt, und schließlich einen gleichmäßigen und andauernden Regen. Das Wetter wird nach dem Durchzug milder.
Die Kaltfront
Die Kaltfront ist kalte Luft, die drückt und die warme Luft ruckartig anhebt. Sie bringt kräftige Wolken, Schauer, die manchmal gewittrig sind, aber kurz. Dahinter wird die Luft frischer, klarer und oft windig.
Die Okklusion
Wenn die Kaltfront, die schneller ist, die Warmfront einholt, verbinden sich beide: das ist die Okklusion. Sie markiert meist das Lebensende der Störung.
💡 Warmfront: langer und sanfter Regen. Kaltfront: kurze und heftige Schauer. Zwei ganz verschiedene Stimmungen.
Das Leben einer Störung
Eine Störung erscheint nicht zufällig: sie entsteht, wächst und stirbt in wenigen Tagen. Sie erkennen zu lernen hilft, das Wetter vorherzusehen.
Die Geburt
Alles beginnt mit einer Wellenbewegung zwischen der kalten Polarluft und der warmen subtropischen Luft, über dem Atlantik. Ein Tief vertieft sich, mit seiner Warmfront vorn und seiner Kaltfront hinten.
Der Durchzug über Belgien
Die Störung zieht von West nach Ost über das Land. Man sieht zuerst den Himmel mit der Warmfront bewölken, dann einen gleichmäßigen Regen, eine sanfte Beruhigung, danach die Schauer der Kaltfront und schließlich die Aufheiterung dahinter. Dieses Szenario spielt sich in ein bis zwei Tagen ab.
💡 Das berühmte wechselhafte belgische Wetter kommt von dieser schnellen Abfolge atlantischer Tiefs das ganze Jahr über.
Wenn man diesen Zyklus versteht, kann man den Himmel lesen und erraten, in welcher Phase der Störung man sich befindet.
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