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Was ist Wetter eigentlich?
Die Grundlagen und das Vokabular für einen guten Start.
Wetter und Klima: Was ist der Unterschied?
Du hörst oft von « Wetter » und « Klima », als wäre es dasselbe. Dabei sind das zwei ganz verschiedene Dinge!
Das Wetter ist, wie es JETZT ist
Das Wetter beschreibt den Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort und zu einem bestimmten Zeitpunkt: Temperatur, Regen, Wind, Wolken… Es ändert sich von Stunde zu Stunde und von Tag zu Tag. Es ist das, was du morgens anschaust, um deine Kleidung zu wählen.
Das Klima ist, wie es GEWÖHNLICH ist
Das Klima ist der Durchschnitt des Wetters über einen langen Zeitraum, mindestens 30 Jahre, für eine Region. Belgien hat zum Beispiel ein gemäßigtes und feuchtes Klima: milde Sommer, kühle Winter, Regen das ganze Jahr über. Klima misst man nicht an einem Tag, sondern über Jahrzehnte.
💡 Ein einfaches Bild: « Das Wetter ist deine Tageslaune; das Klima ist dein Charakter. »
Folge: Ein Schneetag im April bedeutet nicht, dass das Klima abkühlt, und ein einzelner Hitzetag beweist keine Erwärmung. Um über das Klima zu sprechen, muss man die Trends über viele Jahre betrachten.
- Wetter: hier und jetzt, ändert sich ständig
- Klima: der Durchschnitt über 30 Jahre oder mehr
- Wetter sagt man für einige Tage voraus; Klima untersucht man über Jahrzehnte
Die Atmosphäre: die dünne Luftschicht um uns
Das gesamte Wetter spielt sich in einer dünnen Gasschicht um die Erde ab: der Atmosphäre. Ohne sie kein Wind, keine Wolken, kein Regen… und kein Leben!
Woraus besteht die Atmosphäre?
Die Luft, die du atmest, ist ein Gasgemisch: etwa 78 % Stickstoff, 21 % Sauerstoff und 1 % andere Gase, darunter Wasserdampf und CO₂. Es ist dieser, obwohl unsichtbare, Wasserdampf, der Wolken und Regen ergibt.
Eine viel dünnere Schicht als man denkt
Die Atmosphäre wirkt riesig, ist aber im Vergleich zur Erde sehr dünn. Fast das gesamte Wetter spielt sich in den ersten 10 bis 12 Kilometern ab, einer Schicht namens Troposphäre. Wäre die Erde ein Apfel, wäre die Atmosphäre kaum dicker als seine Schale.
💡 Je höher man steigt, desto dünner und kälter wird die Luft. Deshalb liegt Schnee auf Berggipfeln, sogar im Sommer.
In der Troposphäre bilden sich die Wolken, weht der Wind und entstehen die Stürme. Darüber wird die Luft viel ruhiger und stabiler.
Warum sich das Wetter ständig ändert
Warum ist das Wetter nie zwei Tage hintereinander gleich? Weil die Atmosphäre ständig in Bewegung ist, angetrieben von einer gigantischen Energiequelle: der Sonne.
Die Sonne wärmt, die Luft kommt in Bewegung
Die Sonne erwärmt die Erde nicht gleichmäßig: Der Äquator erhält viel mehr Wärme als die Pole, und das Meer erwärmt sich langsamer als das Land. Diese Temperaturunterschiede erzeugen Druckunterschiede, und die Luft bewegt sich, um sie auszugleichen. Diese ständige Bewegung erzeugt Wind, Wolken und Störungen.
Luftmassen, die aufeinandertreffen
Große Luftmassen, warm oder kalt, feucht oder trocken, bewegen sich ständig über unseren Köpfen. Wenn sie aufeinandertreffen, ändert sich das Wetter: Wolken, Regen, Aufhellungen, ein Windstoß… In Belgien kommen sie oft vom Atlantik im Westen, was das so wechselhafte Wetter erklärt.
💡 Gerade weil sich die Atmosphäre so stark bewegt, ist es unmöglich, das Wetter sehr lange im Voraus mit Sicherheit vorherzusagen.
In den nächsten Themen entdecken wir nacheinander die Zutaten dieses großen Mechanismus: die Sonne, die Temperatur, den Druck, den Wind, das Wasser, die Wolken… Und am Ende kannst du wirklich die Frage beantworten: « Was ist Wetter? »
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