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Der Luftdruck

Der versteckte Schlüssel zu gutem und schlechtem Wetter.

Luft hat ein Gewicht: der Druck

Man spürt es nicht, aber die Luft um uns hat ein Gewicht. Die ganze Luftsäule über unserem Kopf drückt auf uns: das ist der Luftdruck.

Eine unsichtbare Luftsäule

Über jedem Quadratmeter türmen sich Kilometer Luft bis zur Spitze der Atmosphäre. Dieses Gewicht übt einen Druck auf den Boden, das Meer und uns aus. Man misst ihn mit einem Barometer, in Hektopascal (hPa).

Ein Wert um 1013 hPa

Auf Meereshöhe liegt der Druck im Mittel um 1013 hPa. Steigt er darüber, spricht man von Hochdruck; sinkt er darunter, von Tiefdruck. Diese für uns winzigen Schwankungen bestimmen weitgehend das Wetter.

💡 Je höher man steigt, desto weniger Luft ist über uns, also desto niedriger der Druck. Deshalb gehen die Ohren in den Bergen oder im Flugzeug zu.

Der Druck ist unsichtbar, aber eine der wichtigsten Zutaten des Wetters: er setzt die Luft in Bewegung.

Hoch- und Tiefdruck (Hoch und Tief)

Die Gebiete mit hohem und niedrigem Druck haben Namen und kündigen sehr unterschiedliches Wetter an.

Das Hoch: schönes Wetter

Ein Hochdruckgebiet heißt Hoch (Antizyklone). Die Luft sinkt dort langsam zum Boden, was die Wolkenbildung verhindert. Folge: oft klarer Himmel, ruhiges und trockenes Wetter. Im Winter kann ein Hoch auch Kälte, Frost und Nebel bringen.

Das Tief: schlechtes Wetter

Ein Tiefdruckgebiet heißt Tief. Die Luft steigt dort auf, kühlt ab und bildet Wolken: es ist das Reich von Regen, Wind und Störungen. Die meisten Schlechtwetterphasen in Belgien hängen mit Tiefs vom Atlantik zusammen.

💡 Eine einfache Merkregel: Hoch ist schön und ruhig; Tief ist bewölkt und unruhig.

Die Luft bewegt sich immer vom Hoch zum Tief, und genau diese Bewegung erzeugt den Wind.

Isobaren auf einer Karte lesen

Auf Wetterkarten hast du sicher schon geschwungene Linien mit Zahlen und großen H oder T gesehen. Diese Linien heißen Isobaren und verraten viel.

Linien gleichen Drucks

Eine Isobare verbindet alle Punkte mit demselben Druck, ein bisschen wie die Höhenlinien auf einer Wanderkarte. Das H markiert das Zentrum eines Hochs, das T das eines Tiefs.

Eng oder weit: der Wind

Der Abstand zwischen den Isobaren zeigt die Windstärke an. Liegen die Linien sehr eng beieinander, ändert sich der Druck über eine kurze Strecke schnell: der Wind ist stark. Liegen sie weit auseinander, ist der Wind schwach. Es ist ein bisschen wie ein Hang: je steiler, desto schneller geht es hinunter.

💡 Enge Isobaren bedeuten starken Wind; weite Isobaren bedeuten ruhiges Wetter. Ein Blick genügt, um zu erraten, ob es windig wird.

Wenn du die H, die T und den Abstand der Isobaren erkennen lernst, kannst du schon das Wesentliche einer Wetterkarte lesen, wie ein echter Meteorologe.

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