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Die Temperatur
Die vertrauteste Wettergröße.
Was ist die Temperatur, und wie misst man sie
Die Temperatur ist das Maß für die Wärme der Luft. Es ist wohl die Wetterzahl, die du am häufigsten anschaust.
Was die Temperatur wirklich misst
Die Temperatur zeigt an, wie stark sich die winzigen Luftteilchen bewegen: Je schneller sie sich bewegen, desto wärmer ist es. Man misst sie mit einem Thermometer, und in Europa gibt man sie in Grad Celsius (°C) an.
Eine Messung unter genauen Bedingungen
Um korrekt zu sein, wird die offizielle Temperatur im Schatten gemessen, etwa 1,50 m über dem Boden, geschützt vor Regen und Wind, in einem belüfteten Gehäuse namens Wetterhütte. In der prallen Sonne kann ein Thermometer viel mehr anzeigen: das ist nicht die echte Lufttemperatur.
💡 0 °C ist die Temperatur, bei der Wasser gefriert. Das ist der Merkwert: darunter werden Frost und Schnee möglich.
In Belgien sinkt die Temperatur im Winter selten unter -10 °C und übersteigt im Sommer selten 35 °C, aber alles hängt von den Luftmassen ab, die uns erreichen.
Die gefühlte Temperatur: warum 20° nicht immer 20° sind
Zwei Tage mit 20 °C können sich sehr unterschiedlich anfühlen: der eine angenehm, der andere eiskalt. Das liegt daran, dass unser Körper nicht nur die Temperatur spürt, sondern auch den Wind und die Feuchtigkeit.
Der Wind kühlt uns ab
Bei Wind verliert unsere Haut schneller ihre Wärme: man spricht von Windkühle (Windchill). Bei starkem, kaltem Wind kann das Thermometer 5 °C anzeigen, während es sich wie 0 °C anfühlt. Das ist die gefühlte Temperatur.
Die Feuchtigkeit, in die andere Richtung
Bei großer Hitze spielt die Feuchtigkeit eine Rolle. Wenn die Luft sehr feucht ist, verdunstet unser Schweiß schlecht und wir können uns nicht mehr abkühlen: 30 °C feucht sind viel belastender als 30 °C trocken. Die gefühlte Temperatur kann dann höher liegen als die echte Temperatur.
💡 Die gefühlte Temperatur ist keine echte Temperatur, sondern eine Schätzung dessen, was dein Körper wahrnimmt, sehr nützlich, um sich zu kleiden oder zu schützen.
Deshalb geben die Wetterberichte oft eine gefühlte Temperatur neben der gemessenen Temperatur an.
Von Frost bis Hitzewelle: die Extreme
Die Temperatur kann Extreme erreichen, die gefährlich werden, in beide Richtungen. Sie zu kennen hilft, sich besser zu schützen.
Die Kälte und der Frost
Wenn die Temperatur auf 0 °C oder darunter sinkt, gefriert Wasser: glatte Straßen, Frost auf Pflanzen, Gefahr für empfindliche Menschen. Man spricht von Frost. Eine schneidende Kälte mit Wind beißt durch die gefühlte Temperatur noch stärker.
Die Hitze und die Hitzewelle
Am anderen Ende ist eine Hitzewelle eine Zeit intensiver Hitze, die mehrere Tage dauert, auch nachts. Der Körper hat keine Zeit, sich zu erholen. Dann muss man viel trinken, kühl bleiben und auf ältere Menschen und Kinder achten.
💡 Bei einer Hitzewelle zählt nicht nur der Höhepunkt am Nachmittag, sondern auch, dass die Nächte warm bleiben.
Zwischen diesen Extremen kennt Belgien vor allem milde Temperaturen, aber der Klimawandel macht sehr heiße Episoden häufiger.
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