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Die Sonne, der Motor von allem
Woher die Energie des Wetters kommt.
Die Sonne erwärmt die Erde, aber nicht überall gleich
Die Sonne ist ein gigantischer Stern. Selbst aus 150 Millionen Kilometern Entfernung sendet sie genug Energie, um den ganzen Planeten zu erwärmen und das Wetter anzutreiben.
Energie, die als Licht reist
Die Sonne wärmt uns nicht wie ein Heizkörper: Ihre Energie reist als Strahlen durch den Raum, das Licht. Wenn diese Strahlen den Boden, das Meer oder die Luft treffen, erwärmen sie sie. Das ist der Ausgangspunkt für fast alles, was am Himmel geschieht.
Warum es am Äquator wärmer ist als an den Polen
Am Äquator treffen die Sonnenstrahlen fast senkrecht auf: Die Energie ist auf einer kleinen Fläche konzentriert, es ist warm. Zu den Polen hin treffen die Strahlen schräg auf: Dieselbe Energie verteilt sich auf einer großen Fläche, es ist kalt. Deshalb ist der Äquator warm und die Pole eisig.
💡 Mach den Versuch mit einer Taschenlampe: gerade gerichtet ist der Lichtfleck klein und intensiv; schräg gerichtet breitet er sich aus und wird schwächer. Genau das passiert mit der Sonne.
Diese Unterschiede in der Erwärmung zwischen Äquator und Polen sind der eigentliche Motor der Winde und der großen Luftströmungen auf dem Planeten.
Tag, Nacht und die Jahreszeiten
Dass sich das Wetter im Laufe des Tages und des Jahres ändert, ist zunächst eine Frage der Bewegungen der Erde.
Tag und Nacht: die Erde dreht sich um sich selbst
Die Erde dreht sich in 24 Stunden um sich selbst. Die der Sonne zugewandte Seite ist beleuchtet, es ist Tag; die gegenüberliegende Seite liegt im Schatten, es ist Nacht. Nachts, ohne die Sonne zum Wärmen, kühlt die Luft ab: deshalb ist es am frühen Morgen oft kälter.
Die Jahreszeiten: die Erde ist geneigt
Die Erde dreht sich auch in einem Jahr um die Sonne, und ihre Achse ist leicht geneigt. Im Sommer neigt sich unser Teil der Erdkugel zur Sonne: Die Tage sind lang und die Strahlen direkter, es ist warm. Im Winter neigt er sich in die andere Richtung: kurze Tage, schräge Strahlen, es ist kalt.
💡 Nicht die Entfernung zur Sonne macht also die Jahreszeiten, sondern die Neigung der Erde und der Winkel der Strahlen.
In Belgien ergibt das lange milde Tage im Sommer und kurze kühle Tage im Winter, mit Frühling und Herbst als Übergängen.
Warum es nachmittags wärmer ist als bei Sonnenaufgang
Die Sonne steht mittags am höchsten am Himmel. Dennoch kommt der wärmste Moment des Tages oft etwas später, gegen 14 oder 15 Uhr. Warum?
Der Boden braucht Zeit, um sich zu erwärmen
Die Sonne erwärmt zuerst den Boden, und der Boden erwärmt die Luft darüber. Wie eine Pfanne auf dem Feuer speichert der Boden weiter Wärme, solange die Sonne stark ist. Die Lufttemperatur steigt also weiter, sogar nach Mittag, bis die Sonne schwächer wird.
Der frühe Morgen, am kühlsten
Umgekehrt ist der kühlste Moment nicht mitten in der Nacht, sondern kurz vor Sonnenaufgang. Die ganze Nacht hat der Boden seine Wärme verloren, ohne wieder erwärmt zu werden: Die Temperatur erreicht ihr Minimum bei Tagesanbruch und steigt wieder, sobald die Sonne zurückkommt.
💡 Merke dir: Die Luft reagiert nicht sofort, es gibt immer eine Verzögerung zwischen Sonne und Temperatur.
Dieselbe Verzögerung erklärt in größerem Maßstab, warum die wärmsten Monate Juli und August sind, während der längste Tag im Juni liegt.
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